18.30-23h: Kommunikationskampfkunst
Kommunikationskampfkunst – Rhetorischer Fight Club Friedberg
Wir probieren aus, wie man besser streitet, zuhört und fragt – und feilen an unserer Kommmunikation.
Kurzer Einstieg, „Aufwärmen“, ein bisschen Quiz und dann bist du herzlich eingeladen selbst zu testen. Im Anschluss dann offenes Gespräch bei Getränken (die gibt es natürlich auch vorher schon ;)).
Eintritt gibt es keinen. Komm einfach vorbei und bring gerne jemanden mit.
Snacks und Getränke gibt es vor Ort nach dem „Zahle, was es dir wert ist“-Prinzip. Dasgute.haus ist eine gemeinnützige Genossenschaft und auf Spenden angewiesen.
Du möchtest mehr Infos? Die gibt es hier:
Der Begriff „Kommunikationskampfkunst“ mag zunächst irritieren. Kampf klingt nach Angriff, nach Gewinnen oder Verlieren, nach Lautstärke und Eskalation. In den klassischen Kampfkünsten jedoch meint Kampf etwas anderes: nicht Gewalt auszuüben, sondern sich selbst zu beherrschen. Nicht zu verletzen, sondern handlungsfähig zu bleiben, wenn Spannung entsteht. Kampfkunst lehrt Standfestigkeit, Wahrnehmung, Timing und Respekt vor dem Gegenüber. Wer sie ernsthaft erlernt, sucht keinen Streit – im Gegenteil: Je größer die eigene Kompetenz, desto weniger muss sie demonstriert werden.
In genau diesem Sinne versteht sich der rhetorische Fight Club in Friedberg als Kommunikationskampfkunst. Er ist ein offener Trainingsraum für Sprache, Argumente und Haltung. Hier geht es nicht um höfliche Sonntagsreden oder fertige Meinungen, sondern um das bewusste Erlernen, Erproben und Reflektieren rhetorischer Formen – im direkten Austausch mit anderen. Ziel ist es, die eigene Position klar ausdrücken zu können, auf Widerspruch souverän zu reagieren und auch unter Druck dialogfähig zu bleiben, ohne den Respekt vor dem Gegenüber zu verlieren.
Angelehnt an das antike Symposion – jenen Ort der Antike, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Haltung und Meinung zusammenkamen – verbindet der rhetorische Fight Club bewusst Gespräch, Diskussion und Geselligkeit. Auch hier geht es darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen sich öffnen, Position beziehen und zugleich miteinander in Beziehung bleiben können. Wie im antiken Symposion sorgt eine kurze gemeinsame Rahmung zu Beginn für Fokus und Tiefe – danach entfaltet sich der Abend im offenen Gespräch und in der Geselligkeit.
Letzte Aktualisierung am 09.04.2026

