Ausgangspunkt für diese Seite der dasgute.haus eG sind die Pressemitteilungen der CDU Butzbach in der Butzbacher Zeitung vom 4. und 9. Oktober 2025.
1. Pressemitteilung Butzbacher Zeitung, CDU Butzbach: 4. Oktober 2025

Stellungnahme dasgute.haus zur Pressemitteilung der CDU Butzbach.

Für den interessierten Leser weitere Hintergrundinformationen zur Pressemitteilung.:
1. Grundsatzbeschluss zur Deckelung der Förderung bei 30.000€/Jahr
2. In einer Ausschusssitzung sei vereinbart, dass dasgute.haus der Stadtverwaltung ein abgestimmtes Konzept vorzulegen hat.
3. Förderung nur, wenn die Stadt durch das Engagement in „dasgute.haus“ eine Entlastung erfahre.
4. „… in ihrem Konzept wurde jedoch eine jährliche Förderung von bis zu 125.000 Euro angedacht,“…
5. „… und daher wünsche die CDU nun ein abgestimmtes, erweitertes Konzept.“
6. Der Aufsichtsratsvorsitzende habe die CDU zum Sparen aufgefordert.
7. Redundanzen zu bereits bestehenden Angeboten … die keine Förderung erhielten.
8. dasgute.haus wird bei einkommensschwachen Familien nicht angenommen.
9. „Es bestehe noch viel Rede- und Abstimmungsbedarf. Deshalb schlägt die CDU einen runden Tisch vor…“
1. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
Grundsatzbeschluss zur Deckelung der Förderung bei 30.000€/Jahr
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Für die Jahre 2025/26 bekommt dasgute.haus 20.000€/Jahr Zuschuss der Stadt Butzbach. Diese leistungsbezogene Zahlung ist die Unterstützung familienfördernder Leistungen der dasgute.haus eG als Familienzentrum durch die Stadt Butzbach. Es handelt sich daher um eine Zahlung an dasgute.haus mit Gegenleistung. Für was solch eine Deckelung notwendig sein könnte, ist dem Vorstand der dasgute.haus eG nicht klar. In den vergangenen Gesprächen mit dem Magistrat, dem ehemaligen Bürgermeister Michael Merle und dem Bürgermeister Sascha Huber wurden Zuschüsse für konkrete Vorhaben wie u.a. das Familienzentrum und Coworking mit Kinderbetreuung diskutiert. Wie im Förderbescheid der Stadt vom 18.8.2025 formuliert wurde, die dasgute.haus eG durch die Stadt Butzbach zur Erbringung von Leistungen für das Familienzentrum beauftragt.
dasgute.haus ist seit 2022 vom Land Hessen anerkanntes Familienzentrum und erhält eine jährliche Förderung vom Land Hessen von 18.000€. Als Familienzentrum ist dasgute.haus u.a. zur Anstellung einer pädagogischen Fachkraft verpflichtet. Des Weiteren besteht eine Verpflichtung zur Leistungserbringung einer Koordinierung, die eine Kooperation, Vernetzung und Zusammenarbeit mit Angeboten für diverse familienunterstützende Bereiche (Eheberatung, Alleinerziehende, Senioren, Jugendliche, Kinder u.v.m.) beinhaltet.
Die folgende Grafik zeigt die dem Magistrat vorgelegte Kalkulation der Kosten des Familienzentrums, Stand Juli 2024. Hier ist klar ersichtlich, welche zusätzliche Fördergelder neben den 18.000€ dasgute.haus eG zur Betreibung eines Familienzentrums generiert und mit in die Stadt bringt. Weitere laufende Betriebskosten wurden nicht inkludiert und kommen noch hinzu. Diese beinhalten Miete, Betriebskosten (Versicherungen, Buchhaltung, Software, Homepage), Öffentlichkeitsarbeit/Druckmittel sowie Reinigung, Gesamtleitung/Koordination. Für den Teil Familienzentrum kommen so weitere ca. 30-40.000€/Jahr hinzu, die dasgute.haus eigenständig in das Familienzentrum noch über andere Einnahmequellen einbringt.

2. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
In einer Ausschusssitzung sei vereinbart, dass dasgute.haus ein mit der Stadtverwaltung abgestimmtes Konzept vorzulegen hat.
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Dem Vorstand der dasgute.haus eG liegt keine Kenntnis über diese Vereinbarung einer Ausschusssitzung vor. Der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Strasheim-Weitz ist im Rahmen seines politischen Engagements auch Stadtverordneter, er muss bei Themen rund um dasgute.haus die Sitzung verlassen.
dasgute.haus hat mit dem Magistrat der Stadt Butzbach folgendes Konzept im September 2024 und Februar 2025 besprochen. Damals unter Bürgermeister Michael Merle. Bürgermeister Sascha Huber wurde direkt nach Amtsantritt im März 2025 alle Unterlagen zur Verfügung gestellt. Das Konzept zur Nutzung einer Fläche in der Limes-Galerie entstand aus Eigeninitiative des Vorstands von dasgute.haus, weil die bisherigen Räume zu klein werden und ein gemeinsam entwickelter Ort großes Potential für Innenstadt, Gemeinwohl und vor allem Mehrwert für viele Vereine, Organisationen und Parteien Butzbachs bietet. Diese würden damit eine zentrale Anlaufstelle in der Altstadt bekommen – zahlreiche Institutionen wie u.a. der Vereinsring, Butzbach aktiv, das Butzbacher Bündnis bestätigten der Genossenschaft die Idee und würden die Einrichtung eines solchen Ortes sehr begrüßen (siehe Slide 3-16). Gerade die Limesgalerie erscheint der dasgute.haus eG als prädestinierter Ort für die im Konzept angedachte Nutzung, denn die Fläche der Limes-Galerie ist als „Potenzialfläche zur städtebaulichen Neuordnung“ der Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts der Stadt Butzbach (ISEK) bereits in 2021 als Leuchtturmprojekt genannt und ist auf Platz 5 von 33 in der Priorisierung der Einzelmaßnahmen durch eine Online-Beteiligung der Stadt Butzbach (siehe Slide 3).
Durch die Butzbacher Zeitung hat der Vorstand der Genossenschaft am 3. Mai 2025 erfahren, dass es in der Sitzung des Sozialauschusses um einen Mietzuschuss zum Konzept der Genossenschaft dasgute.haus in der Limesgalerie geht. Dieser wurde durch die Stadtverordneten zurückgestellt und zur weiteren Erläuterung an den Magistrat zurückgegeben. Seitdem hat dasgute.haus keine weiteren Informationen zu diesem Thema bekommen.
Limes-Galerie-2025-13. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
Förderung nur, wenn die Stadt durch das Engagement in „dasgute.haus“ eine Entlastung erfahre.
Stellungnahme dasgute.haus eG:
dasgute.haus ist eine gemeinnützige Genossenschaft, gegründet am 31.10.2020 von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Die Ziele der Genossenschaft, Lebenswelten zu vernetzen, Menschen zusammenzubringen und Entlastung im Alltag zu bieten, werden als öffentliches Wohnzimmer, als Familienzentrum, als familienfreundlicher Coworking Space und als Kulturzentrum in Butzbach und seit Sommer 2025 auch in Friedberg gelebt.
Hier Beispiele, wie andere Städte für Innenstadtbelebung sorgen – Ansätze, die auch in dasgute.haus vereint oder durch dasgute.haus umgesetzt werden könnten.
Work Nouveau Bad Nauheim: https://www.work-nouveau.de
Hanau aufladen: https://hanauaufladen.jetzt/stadthof/
Coworking als Daseinsvorsorge: Wirtschaftswoche 25.9.2023, Coworking auf dem Land. Das sind die Vorteile.
Bibliotheken als Dritte Orte der Begegnung: Bibliotheksportal
Eine Entlastung erfährt die Stadt Butzbach insofern von Grund auf, denn die Genossenschaft übernimmt essentielle Leerstellen, in Ergänzung zu den nur noch begrenzten Möglichkeiten einer Kommune:
. Weiterhin hat nicht jedes Kind Butzbachs im Alter von einem Jahr einen Platz in der Kinderbetreuung: Das Angebot Coworking mit Kinderbetreuung ist ein Ergänzungsangebot für alle Familien mit Kindern unter einem Jahr und für jene, die auf einen Kindergartenplatz warten.
. Offene Treffs in der Kernstadt Butzbachs als Element der Gemeinwesenarbeit gibt es nicht. dasgute.haus bietet 4x/Woche einen offenen Treff namens Café Zeit für alle Generationen an.
. Einen schön gestalteten, kostenlosen Raum ohne Konsumzwang für Butzbacher Vereine und Parteien gibt es nicht. Viele Butzbacher Vereine und Parteien nutzen bereits dasgute.haus als Ort für ihre Sitzungen.
. Selbsthilfegruppen und Beratungsangebote haben in dasgute.haus einen Ort gefunden. Selbstverständlich kostenlos.
Von der CDU werden in ihrer Pressemitteilung zwei Möglichkeiten potentieller Entlastung der Stadt benannt: die „Führung der städtischen Bücherei“ sowie die „Nachmittagsbetreuung von Kindern“. Beides interessante Themenbereiche, sicherlich. Doch was genau möchte die CDU Butzbach?
Auf die Synergien eines Coworking Spaces als Bildungs- und Begegnungsort mit moderner Bücherei als ebensolche Dritten Orte hat die dasgute.haus bereits an verschiedenen Stellen hingewiesen. Dass die dasgute.haus eG auch in die Nachmittagsbetreuung einsteigen soll, ist dem Vorstand neu und bislang auch keine ureigene Zielrichtung gewesen. Gerne denkt der Vorstand aber bei solchen Anliegen mit und weiter. Sind dies von einer politischen Mehrheit gewünschte Anliegen, kann gerne ein Beschluss gefasst werden, welcher die dasgute.haus eG mit einer Konzepterstellung beauftragt.
Anders als die Stadt Butzbach beauftragt die Stadt Friedberg dasgute.haus als neuen Betreiber des ehemaligen KreativHauses durch die Zahlung der Warmmiete und Übernahme von wesentlichen Betriebs-/Personalkosten (insgesamt rund 130.000€/Jahr). Bürgermeister Kjetil Dahlhaus im Pressebericht vom 23.7.25, Wetterauer Zeitung: »Mit dem neuen Betreiber gewinnt das KreativHaus deutlich an Perspektive. Die »dasgute.haus eG« bringt nicht nur Erfahrung und konzeptionelle Stärke mit, sondern vor allem die Motivation, diesen Ort im engen Austausch mit der Stadtgesellschaft weiterzuentwickeln. Das eröffnet neue Chancen für Beteiligung, Kultur und Vernetzung.«
Mit dem Konzept der dasgute.haus eG berät der Vorstand derzeit weitere Kommunen in der Umsetzung eines Begegnungsortes.
4. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
„… in ihrem Konzept wurde jedoch eine jährliche Förderung von bis zu 125.000 Euro angedacht,…“
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Diese Aussage ist falsch. Der Betrag 125.000€ steht auf Seite 18 des oben veröffentlichten Konzept, hier nochmal einzeln als Bild. Die ca. 125.000€ beziehen sich auf den fortlaufenden Eigenanteil der dasgute.haus eG (linke Seite) und sind in keinster Weise als Förderungsbedarf kategorisiert, wie fälschlicherweise von der CDU behauptet wird.
Über eine Förderung wurde gesprochen, diese aber im Rahmen des Konzeptes immer in Bezug auf die Anmietung der Räumlichkeiten in der Limes-Galerie und allgemein in Bezug auf einzelne Leistungen durch die Genossenschaft. Hierzu zählen u.a. die Etablierung eines zentralen Ortes der Begegnung (z.B. gemeinschaftlich mit der Gemeinwesenarbeit Butzbach), der kostenlosen Nutzung der Räume durch Vereine und gemeinwohlorientierten Institutionen, u.v.m.

5. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
„… und daher wünsche die CDU nun ein abgestimmtes, erweitertes Konzept.“
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Der Vorstand der dasgute.haus eG begrüßt den Wunsch der CDU für ein abgestimmtes, erweitertes Konzept. Wie aus dem Konzept unter 2. hervorgeht, wurde nicht zuletzt im Februar 2025 durch die dasgute.haus eG auf Seite 19 weitere Aktivitäten und konzeptionelle Schritte vorgeschlagen. Hier wörtlich als einer der nächsten Schritte:
– Absichtserklärung und vertraglich zu vereinbarender Leistungskatalog zwischen Betreiber und Stadt Butzbach
Um weiterführende Gespräche hat dasgute.haus regelmäßig gebeten. Da keine inhaltliche Klärung möglich war, hat der Vorstand just diese Woche – am 2. Oktober 2025 – die Butzbacher Parteien CDU, SPD, FDP und Die Grünen 2.0 zu einem Gespräch eingeladen. Bündnis 90/Die Grünen, UWG und Die Linke. offene Liste Butzbach erhalten nach den hessischen Ferien eine Einladung. Ein Gespräch mit der Jungen Union hat auf Nachfrage der jungen CDUler bereits stattgefunden.
6. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
Der Aufsichtsratsvorsitzende habe die CDU zum Sparen aufgefordert.
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Es ist bedauerlich, wie hier die Dinge verzerrt werden, um ein negatives Framing zu generieren. Während in den Stadtverordnetenversammlungen eine Strenge eingehalten wird, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Strasheim-Weitz den Raum bei Themen rund um dasgute.haus verlassen muss, wird er hier in Kombination mit einer im Rahmen seines politischen Amtes gefallenen Aussage genannt. Die Butzbacher Zeitung weißt korrekterweise mit dem Zusatz in Klammer „in seiner Funktion als Vorsitzender der Fraktion die Linke, Anm. d. Red.“ darauf hin.
7. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
Redundanzen zu bereits bestehenden Angeboten … die keine Förderung erhielten.
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Die CDU bleibt der Leserschaft durch die pauschale Formulierung schuldig, um welche Angebote es sich bei den Redundanzen zu bereits bestehenden Angeboten handeln soll. Wiederholt wurde die dasgute.haus eG mit solchen Vorwürfen, meist aus Reihen der CDU konfrontiert. Nie direkt von einem vermeintlich betroffenen Verein. Im Gespräch mit dem Bürgermeister und Magistrat wurde der Vorstand der dasgute.haus eG darauf hingewiesen, dass Konkurrenzangebote zu anderen Vereinen angeboten würden. Dies erst jüngst im September 2025. Auf Nachfrage, welches Angebot denn genau gemeint sei, kam bislang keine Rückmeldung bzw. nur eine, die direkt entkräftet werden konnte: dasgute.haus hätte als Angebot ein Eltern-Kind-Turnen. Dieses Angebot würde in Konkurrenz mit den Sportvereinen der Stadt stehen. Fakt: Es gibt kein Eltern-Kind-Turnen im dasgute.haus. Es gibt eine Eltern-Kind-Gruppe. Hier liegt der Fokus nicht auf dem Turnen, sondern auf Themen der Erziehung beim gemeinsamem Singen und Spielen. Die Fördermittel erhält dasgute.haus allein für transparent nachzuvollziehende, buchhalterisch klar abgegrenzte Bereiche als Familienzentrum. Ganz plakativ: es fließt beispielsweise keine Förderung der Stadt Butzbach in den Bereich Coworking (mit und ohne Kinderbetreuung), ins Yoga oder in Kreativ- und Handwerkskurse.
Der Vorstand der dasgute.haus eG hat keine Kenntnis darüber, welcher Verein oder welche gemeinnützige Organisation der Stadt Butzbach welche Förderung erhält. Diese Information transparent zu machen, ist sicherlich interessant für die Öffentlichkeit. Eine Transparenz der Stadt gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern wird begrüßt. Der Vorstand der Genossenschaft bittet gleichzeitig um Transparenz, was eine gemeinnützige Institution der Stadt Butzbach vorzulegen hat, wenn es um Förderungen / Leistungskataloge geht. Als es in 2024 um den Beschluss zur Förderung der Leistungen im Rahmen des Familienzentrums ging, musste die dasgute.haus eG die Bilanzen der Jahre 2022 und 2023 vorlegen. Bei Erhalt der gewährten Fördermittel zur Umsetzung des Familienzentrums in der Stadt Butzbach in 2025 wurde standardisiert abgefragt, ob dasgute.haus Förderungen durch Zahlung öffentlicher Mittel im Sinne der Art. 106 ff. AUEV gewährt worden seien. Es musste schließlich eine Aufschlüsselung aller Förderungen der letzten drei Jahre geliefert werden, auch wenn diese gar nicht im Sinne des benannten Artikels relevant waren. Dem Vorstand der dasgute.haus eG ist kein Verein und keine andere gemeinnützige Organisation bekannt, die eine solche Übersicht sowie die Bilanzen vor Förderbeschluss ebenfalls vorlegen musste.
Um die Idee der Anmietung der Limesgalerie als multifunktionalen Begegnungsort im Magistrat voranzutreiben, hat die dasgute.haus im Februar 2025 Butzbacher Vereine, gemeinnützige Institutionen und Gruppierungen angeschrieben und von dem Konzept sowie den gemeinsamen Nutzungsmöglichkeiten der Limesgalerie erzählt. Zahlreiche Unterstützerbriefe kamen zurück. Ein Teil der Bekundungen sind auf den Seiten 3 bis 16 im unter 2 veröffentlichen Konzepts abgebildet. dasgute.haus eG ist selbst Mitglied des Vereinsrings Butzbach.
8. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
dasgute.haus wird bei einkommensschwachen Familien nicht angenommen.
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Die zu lesende Kritik nicht ausreichend sozial bedürftige Personen anzusprechen oder im Vergleich mit anderen sozialen Institutionen nicht ausreichend relevante/förderungswürdige Arbeit zu leisten und das damit einhergehende gegeneinander Aufwiegen von verschiedenen sozialen Akteuren, unterstützt leider das in Butzbach viel zu verbreitete Klima der Konkurrenz. Ein Vergleich mit der Puzzle Kids gGmbh hinkt nicht nur, sondern ist für keinen der Akteure zielführend.
dasgute.haus ist keine Nachmittagsbetreuung für Kinder aus sozial schwachen Familien, sondern ein Begegnungsort, der ganze andere Aufgaben erfüllt und übernimmt. Rund 250 Bürgerinnen und Bürger besuchen wöchentlich dasgute.haus. Aus Butzbach und Umgebung. Die Genossenschaft bietet rund 60 Angebote pro Monat. Dabei kommt dasgute.haus bereits seit längerem an räumliche und personelle Grenzen.
Rund 80% der Angebote der Genossenschaft sind vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, offen und ohne Eintritt. Alle offenen Angebote sind durch ehrenamtliche Talente unterstützt und ermöglicht. So zum Beispiel Butzbach Spielt, Strick&Flick u.v.m. An vier Nachmittagen hat dasgute.haus mit dem Angebot „Café Zeit“ geöffnet. Ein offenes Angebot. Es gibt keinen Konsumzwang. Jeder zahlt nach dem solidarischen Prinzip „Zahl, was es dir wert ist.“ Vollkommen egal, ob genossenschaftliches Mitglied oder nicht: Jede:r ist willkommen. Gast sein oder Angebote von dasgute.haus zu nutzen ist unabhängig von einer Mitgliedschaft (Anmerkung: Dies ist ein grundlegender Unterschied zu Vereinen, in denen man Mitglied sein muss, um an Angeboten teilzunehmen.).
Eine Besonderheit am dasgute.haus ist, dass täglich Menschen aller Generationen aus den verschiedensten Kulturen zusammenkommen. Es sind neu zugezogene und alteingesessene. Von jung bis alt. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Durch die zufällige Begegnung wird automatisch demokratisches Miteinander gefördert. Unter den vielen Besuchern kommen täglich auch Menschen in dasgute.haus, die keinen Beitrag in die Spendenboxen vor Ort werfen. Den Konsum von Getränken, Snacks und Kuchen trägt die Gemeinschaft. Auch engagieren sich mehrere Menschen mit Migrationshintergrund ehrenamtlich im dasgute.haus. Sie unterstützen gemeinsam mit anderen ehrenamtlichen Talenten die offenen Formate und verbessern so beispielsweise ihre Deutschkenntnisse. Seit über 2 Jahren ist dasgute.haus auf Raumsuche. Die angemietete Immobilie in der Krachbaumgasse 1-7 kommt bei einzelnen Angeboten an ihre Kapazitätsgrenze.
Der Bedarf an niedrigschwelligen Begegnungsmöglichkeiten, Informations- und Beratungsangeboten unter Familien, Senioren und verschiedenen vulnerablen Gruppen ist groß, dasgute.haus ist die Anlaufstelle in der Altstadt Butzbachs. Sollte der politische Wunsch bestehen, Angebote auszuweiten, ist dasgute.haus sehr daran interessiert, zu erfahren, wo das räumlich und wie das personell gestemmt werden soll. Durch seine zahlreichen beratenden, informativen und offenen Formate, die kostenlos zu besuchen sind, nutzen bereits ganz unterschiedliche vulnerable Gruppen die Einrichtung in der Kernstadt: Alleinerziehende, Menschen in Einsamkeit, Menschen mit psychischen Belastungen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Personen jeden Alters mit einem ganz unterschiedlich gearteten Beratungsbedarf. Wie wägt man ab, ob die Unterstützung einer Person mit beginnender Demenz, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch die Förderung ihrer Sprachkompetenz oder das beratende Gespräch für eine alleinerziehende Frau bei der Familienkasse mehr wiegt/förderungswürdiger ist als die Nachmittagsbetreuung eines Kindes aus schwierigen sozialen Verhältnissen?
Für eine Angebotserweiterung braucht es laut Vorstand der Genossenschaft eine – wie seit Jahren gewünschte – gemeinsame Zusammenarbeit im Bereich Gemeinwesen in der Altstadt. Die Puzzle Kids sind eine gGmbH mit dem Ziel, Kinder aus Butzbach und seinen umliegenden Orten in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung zu begleiten und zu stärken. Diese wertvolle Arbeit hat einen anderen Ansatz als dasgute.haus und darf im Rahmen der Nachmittagsbetreuung von Butzbacher Kindern grundsätzlich Thema für die Stadt Butzbach sein. In dasgute.haus treffen sich bereits jetzt regelmäßig Kinder und Jugendliche um Hausaufgaben zu machen und für Arbeiten, Referate und Präsentationen zu lernen. Die Quiet Box in der Krachbaumgasse 1-7 wird dazu oft genutzt, auch der Coworking Space in der Hoch-Weiseler Straße 2 ist regelmäßig gefragt.
Einen guten Einblick in das Leben von dasgute.haus vor Ort bietet die Galerie „Leben im dasgute.haus 2025„.
9. Pressemitteilung der CDU Butzbach:
„Es bestehe noch viel Rede- und Abstimmungsbedarf. Deshalb schlägt die CDU einen runden Tisch vor…“
Stellungnahme dasgute.haus eG:
Dass noch viel Rede- und Abstimmungsbedarf besteht, sieht der Vorstand der dasgute.haus eG auch. Der Vorstand ist irritiert über die Pressemitteilung. Man rechnet mit vielen Antworten, aber mit solch einer Pressemitteilung auf die Anfrage vom 2. Oktober für ein gemeinsames Treffen sicherlich nicht. Solch ein Vorgehen wie es die CDU hier vorlegt ist stillose Kommunikation, die man von einer Partei der Mitte nicht erwartet. Zudem enthält die Pressemitteilung Falschinformationen, die auf dieser Seite widerlegt wurden.
Auf den runden Tisch wartet der Vorstand der dasgute.haus eG seit langem, denn dieser wurde bereits vor Amtsantritt von Bürgermeister Sascha Huber angekündigt, wie der Pressemitteilung der CDU vom 11. Juli 2024 zu entnehmen ist. Damals besuchten CDU-Bürgermeisterkandidat Sascha Huber zusammen mit Fraktionschef Stefan Euler, dem Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses Benjamin Seliger und dem Parteivorsitzenden Markus Ruppel »dasgute.haus« in Butzbach.
„Man werde, so Huber und Euler, einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung stellen mit dem Ziel, ein innovatives Familienzentrum unter Berücksichtigung aller Akteure zu schaffen.“ Einen Monat später, im August 2024 (siehe unten), hat damals Bürgermeisterkandidat Sascha Huber auf seiner Website die Notwendigkeit für ein Familienzentrum zum Ausdruck gebracht. Nicht zuletzt deswegen hat sich der Vorstand des dasgute.haus eG darauf fokussiert und das Konzept zur Weiterentwicklung der Limesgalerie zu einem innovativen Begegnungs-, Kultur- und Innovationszentrum zur nachhaltigen Belebung der Innenstadt und Stärkung des Gemeinwesens vorgelegt.
Es bliebt die Frage unbeantwortet, warum ein Familienzentrum etabliert werden müsse, wenn es doch bereits die preisgekrönte und innovative Umsetzung dessen – rund um die Themen „Betreuung, Bildung, Beratung und Begegnung“ – in Butzbach gibt.

In Bezug auf die Überschrift der Pressemitteilung vom 4. Oktober 2025 bleibt die Frage: Wer steht in der Pflicht? Der Vorstand der gemeinnützigen Genossenschaft kann nur aus seiner Perspektive Anregungen zu Synergien und Entlastungen geben. Welche Budgetpositionen, welche Tätigkeiten der Stadt tatsächlich übernommen werden könnten, kann der Vorstand gar nicht ermessen, sondern ist auf eine inhaltliche Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und politischen Akteuren angewiesen. Gerne nimmt der Vorstand hierzu Ideen und konkrete Anregungen entgegen. Denn solche Anregungen müssen über die in der Pressemitteilung benannten Ideen zur „Führung der städtischen Bücherei oder die Nachmittagsbetreuung von Schülern“ hinausgehen. Was verbirgt sich hinter diesen Schlagwörtern? Mit welcher Zielsetzung und mit welchen Ressourcen sollten solche Themen wie Leitung der Bücherei oder nachmittägliche Kinderbetreuung konzeptionell weiterentwickelt werden? Hier stehen andere in der Pflicht Zielsetzungen und Bedarfe zu formulieren, es ist nicht die Aufgabe der dasgute.haus eG ins Blaue hinein Konzepte zu erstellen. Aber auch dafür muss miteinander und nicht übereinander gesprochen werden.
2. Pressemitteilung Butzbacher Zeitung, CDU Butzbach: 9. Oktober 2025

Hier die Presseveröffentlichung vom 10. Oktober 2025 mit unserer Stellungnahme.

Die beiden folgenden Protokolle werden in der Presseveröffentlichung erwähnt. Hier ein Ausschnitt und der Link zum gesamten Protokoll auf https://butzbach.gremien.info.
Letzte Aktualisierung am 11.10.2025


